Britta Stark (MdL)
Potsdam - Am morgigen Freitag, 30. Juni, findet in Hangelsberg bei Fürstenwalde erstmals in Ostdeutschland eine Urnenbestattung in einem Friedwald statt. Die naturnahe Bestattung an den Wurzeln eines alten Baumes oder auf einer Waldlichtung wurde durch eine Initiative der SPD-Landtagsfraktion im vergangenen Jahr möglich. Sie hatte das Innenministerium gebeten, die Zulässigkeit der Einrichtung von Bestattungswäldern zu prüfen. Fazit eines im Mai 2006 durch das Ministerium erlassenen Rundschreibens: Die Urnenbestattung im Wald ist unter bestimmten Voraussetzungen in Brandenburg erlaubt.
Britta Stark, innenpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion und Initiatorin der Idee: "Das Ministerium hat sehr unbürokratisch gehandelt. Viele Bürger wünschen sich aus ganz unterschiedlichen Gründen, in einem märkischen Wald bestattet zu werden. Der letzte Wille der Menschen findet unsere Anerkennung – und das ist jetzt möglich."
Stark weiter: "Ich freue mich, dass wir die Diskussion dazu in Gang setzen konnten und nun auch in Brandenburg die naturnahe Bestattung im Wald möglich ist – auch ohne Änderung des Brandenburger Bestattungsgesetzes. Notwendige Voraussetzung ist aber, dass das Areal als Friedhof gewidmet ist. Träger von Friedhöfen oder Bestattungsplätzen in Brandenburg sind und bleiben die Kommunen."