SPD Fredersdorf-Vogelsdorf

Kandidatenvorstellung am 03.09.2015 vor dem Unternehmerverein

Wahlen

Zahlreiche Gespräche mit Bürgerinnen und Bürgern drehten sich um die in der Vorstellungsrunde behandelten Fragen. Gern habe ich daher meine Position zu diesen Fragen nachfolgend noch einmal dargestellt. Für weitere Rückfragen bin ich jederzeit ansprechbar.

Kurzvorstellung Martin Klemm

 

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Aufgewachsen in einer vormaligen Umlandkommune von Dortmund mit rund 15.000 Einwohnern, lebe ich in langjähriger Lebensbeziehung seit 1992 in Brandenburg.

Meine Lebensgefährtin arbeitet in der Berliner Niederlassung eines international tätigen Konzerns der Kommunikationsbranche. Unsere beiden Jungs studieren Jura und Wirtschaftspsychologie.

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Ehrenamtlich habe ich in den letzten 20 Jahren für Schulfördervereine, in zahlreichen Schulgremien, im Landesverband der Schulfördervereine Berlin-Brandenburg, als Gemeindevertreter, zeitweise auch Fraktionsvorsitzender und Ortsvereinsvorsitzender,  sachkundiger Einwohner und in der Erwachsenenbildung gearbeitet.

Meine beruflichen Schwerpunkte in dieser Zeit lagen in den Bereichen Wirtschafts- und Wohnungsbauförderung, EU-Fördermittelverfahren, Kommunalfinanzen und Ausschreibungen größerer Bauprojekte.

Ziele für unseren Ort

Fredersdorf-Vogelsdorf benötigt nach langen Jahren rasanten Zuzugswachstums eine Konsolidierung seiner inneren Strukturen.

Ein schnell wachsender Getreidehalm bildet von Zeit zu Zeit sog. Wachstumsknoten, um seine Stabilität nicht einzubüßen. Genauso tut eine in kurzer Zeit etwa von 50 auf 200 Filialen angewachsene Drogerie-, Lebensmittel- oder Bekleidungskette gut daran, zunächst nach innen z.B. ihre Kommunikationsstrukturen und nach außen z.B. ihre Vertriebswege und -partner ihrem veränderten Firmenprofil anzupassen, bevor sie über weiteres Wachstum oder z.B. Joint Ventures nachdenkt.

Nichts anderes gilt für rasant angewachsene Kommunen.

Daher ist mein Kernziel ein finanzkräftiges Fredersdorf-Vogeldorf, mit dem sich seine Einwohnerinnen und Einwohner identifizieren und das sie nicht als „Hotel-Pension Garni“ sondern als ihren Lebens- und Erlebensmittelpunkt erleben und wahrnehmen, im partnerschaftlichen Miteinander mit seinen Umlandkommunen. Das heißt: Bürger und Unternehmen müssen in die Gestaltung eingebunden werden. Gemeinsame Ziele werden abgestimmt. Und mit diesen Vorstellungen geht die Fredersdorf-Vogelsdorf selbstbewusst, aber offen auf die Nachbargemeinden zu, um Partnerschaften zu begründen und zu vertiefen.

Die Weiterentwicklung des Wirtschaftsstandortes Fredersdorf-Vogelsdorf und der Zusammenarbeit mit Nachbargemeinden

Als Einzelkämpfer wird sich der Wirtschaftsstandort Fredersdorf-Vogelsdorf nicht dynamisch weiterentwickeln können. Fredersdorf-Vogelsdorf muss mit seinen Umlandgemeinden nach außen als aufstrebende Region mit annähernd 100.000 Einwohnern auftreten. Mit vereinten Kräften kann es dieser Region gelingen, sich als schlagkräftige Gemeinschaft mit regem Austausch aller Einwohner darzustellen. Das belebt die Umsatzerwartungen ansiedlungswilliger Unternehmen. Und es macht weiteren Infrastruktur-Ausbau wirtschaftlich. Zum Beispiel sollte man den Takt und die Linienführung im öffentlichen Personennahverkehr verbessern, um die Orte besser miteinander zu vernetzen.

Welch Chance: Wenn die Gemeinden miteinander arbeiten und nicht bei Ansiedlungsvorhaben konkurrieren, können Geld, Aufwand und Zeit gespart, Streit vermieden werden. Aufwendungen, die man besser in eine solide Zukunftsplanung investiert, auch durch externen Sachverstand. Eine wichtige Frage ist zum Beispiel: Wie ändert sich das Nachfrageverhalten in einer alternden Gemeinde? Können diese Änderungen bereits in die Steuerung von Ansiedlungen einfließen? Gerade der Aufbau eines lückenlosen Netzwerkes im Bereich der ambulanten Gesundheitsversorgung und Pflege bedarf der gezielten kommunalen Unterstützung.

Zur Handels- und Gewerbemesse (HUG): Unternehmer werfen schlechtem Geld kein gutes hinterher! Für mich ist die HUG in ihrer bisherigen Form nicht überlebensfähig. Ungeachtet dessen sollte man die HUG nicht einfach als Fehlinvestment ausbuchen. Wir können aus den Erfahrungen lernen. Das Ziel sollten Werbeauftritte sein, die auf die ganze Region abgestimmt sind. Solange, bis ein echtes „Wir in der Region“ etabliert ist, wird sich eine Nachfolgemesse der HUG nur als gemeinsames Projekt von Gemeinde und Verein etablieren lassen. Darüber hinaus bedarf es einer neuen Messe-Konzeption. Dabei sollte man sich extern beraten lassen. Welche Ansiedlungen versprechen zukünftig Erfolg? Welche Branchen sind möglicherweise bereits jetzt überrepräsentiert? Ohne eine Frischzellenkur von außen ist das jüngste Betteln um Messeteilnehmer wie ein Tod auf Raten.

Wer sind die zentralen Multiplikatoren im Ort? Wie soll ihre Kommunikation mit den Bürgern und mit dem Bürgermeister aussehen?

In meinen Augen ist eine Gemeindeverwaltung – und damit auch ihr Kopf – Dienstleister für die Bürgerinnen und Bürger OHNE Eigeninteressen und abgeschottetes Eigenleben. Daraus ergibt sich der Grundsatz: Keine Planung ohne vorheriges Erörterungsangebot an alle Bürger! Regelmäßige thematische Gesprächsrunden, feste Sprechstunden für Unternehmer, Vereine und Bürger sind notwendig. Natürlich muss auch der Bürgermeister von sich aus Gesprächsthemen einbringen und Anstöße geben.

Es ist ein ehernes Gesetz: Die Pferde werden vor dem Reiter getränkt und versorgt!

Nichts anderes kann und darf in Kommunen gelten. Auch Fredersdorf-Vogelsdorf ist ohne die Ertragskraft seiner örtlichen Unternehmen nicht überlebensfähig. Und ohne seine Vereine würde es menschlich, sozial und kulturell erodieren.

Daher liegt es im ureigenen Interesse der Gemeinde, die Vereine nicht nur anzuhören und mit einem gelegentlichen Schulterklopfen für geleistete Dienste zu bedenken. Vielmehr leisten Vereine einen weit wirtschaftlicheren Beitrag für die Gemeinschaft, als es die Verwaltung selbst je könnte. Es gilt, den Vereinen nicht nur jederzeit mit Rat, Tat und offenem Ohr zur Seite zu stehen. Vielmehr sind die Vereinsstrukturen im Ort auch in geeigneter Weise mit Finanz- und Sachmitteln auszustatten, um ihr Überleben und damit ihre positive Strahlkraft für die Gemeinde zu erhalten.

Zum Gutshof: Meines Erachtens steht es einem Bürgermeister nicht zu, ein Ortszentrum festzulegen oder auch nur zu propagieren. Ungeachtet dessen sehe im Gutshof auch gar kein Ortszentrum. Für mich ist der Gutshof in einer schnelllebigen Zeit einer von mehreren geeigneten Identifikations-Ankern für die Einwohner des Ortes – auch ein mögliches Markenzeichen für die Außendarstellung des Ortes gegenüber Zuzugswilligen, Investoren und Touristen.

Dies ist der Grund für meine Mitgliedschaft im Heimatverein und auch dafür, dass ich mich bereits heute intensiv auch überregional um Fördermittel zur Stärkung dieses Projektes bemühe.

Besonders beeindruckend finde ich an diesem Projekt, dass hier eine kleine Gruppe von Enthusiasten über mehrere Jahre hinweg ohne konkrete Aussicht auf nennenswerte finanzielle Unterstützung am Ball geblieben ist.

Als Bürgermeister wäre ich für ergänzende oder ggf. auch alternative Projekte mit vergleichbarer Strahlkraft dankbar.

Wie wird sich Fredersdorf-Vogelsdorf mit Ihnen als Bürgermeister in den nächsten Jahren entwickeln?

Mein Credo lautet: Zuhören, planen, gestalten.

Naturgemäß bin ich derzeit noch in der Phase des Zuhörens. Den Einwohnerinnen und Einwohnern fertige Entwicklungsziele zu präsentieren, so als wüsste ich allein, was gut ist, das geht natürlich nicht. Die Zukunft von Fredersdorf-Vogelsdorf entwickeln alle gemeinsam. Ich möchte als Bürgermeister dabei Schwerpunkte setzen.

  1. Das Leitbild der Gemeinde setzt Schwerpunkte: Soziale Kommune, Bildung, Bauwesen oder Verkehrsentwicklung. Nicht alle Ziele dieses Leitbildes von 2011 werden konsequent umgesetzt. Ich will darauf aufbauen, die richtigen Ziele mit Nachdruck umsetzen und sie für die kommenden 20 Jahre weiterentwickeln.
  2. Schon ab dem Beginn einer Planung müssen alle Bürgerinnen und Bürger, die das wollen, einbezogen werden.
  3. Seniorinnen und Senioren bringen Elan, Expertenwissen und viele Fähigkeiten in die Gemeinde ein. Dabei will ich sie stärker unterstützen.
  4. Das Ehrenamt in der Gemeinde muss besser gefördert werden. Ehrenamtliches Engagement muss respektiert und wertgeschätzt werden.
  5. Durch solides Haushalten will ich mehr Spielräume für Kultur- und Sportangebote in Fredersdorf-Vogelsdorf erarbeiten, die für alle Generationen da sind.
  6. Das Zusammenwachsen der Ortsteile von Fredersdorf-Vogelsdorf durch Architektur und Verkehrsplanung soll harmonisch vorangehen.
  7. Lassen Sie uns unsere Nachbargemeinden einladen: Zu Besuchen, für Freizeit und Entspannung und auch zur gemeindlichen Zusammenarbeit, die allen beteiligten Kommunen bares Geld sparen kann.

Als Werkzeuge bringe ich mit: Herz, Seele, langjähriges schul- und kommunalpolitisches Engagement sowie Jahrzehnte währende finanz-, haushalts- und förderrechtliche Erfahrungen.

Ihr Martin Klemm

 
 

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Jutta Lieske MdL

 

Zur Ortshistorie: Adolph Hoffmann

Adolph Hoffmann (1858 – 1930) wohnte mehrere Jahrzehnte bei uns in Vogelsdorf. Er wuchs als Vollwaise in bitterer Armut auf. Aber er wurde gleichwohl 1918 preußischer Minister für Volksschulwesen, Kirchenfragen und Theaterangelegenheiten. Dabei setzte er sich vor allem für die Interessen der kleinen Leute ein, die einen gesellschaftlichen Erfolg genausowenig in die Wiege gelegt bekamen wie er selbst. Wodurch hat er diesen beeindruckenden Aufstieg geschafft?

  • Ich füge in der Anlage zum einen ein Papier bei, das ich 2009 anlässlich eines Referats zu Hoffmanns Wirken verteilt habe.
  • Den, der mehr über A. Hoffmann wissen möchte, verweise ich auf das als zweite Anlage beigefügte Exposé unseres Buches über ihn mit ISBN-Nummer. Dieses Buch erschien im Eigenverlag. Eventuelle Gewinne aus dem Buchverkauf spenden wir als Herausgeber im Sinne A. Hoffmanns für die Jugendarbeit.

Volker Heiermann

dl/Referat_A_Hoffmann,_Handout_Jun09.,_2012pdf.pdf

dl/2018_-_06,_Expose.pdf

 

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